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Zukunft der Schifffahrt

Könnte das die Schiffe von morgen antreiben?

Die Schifffahrt hält die Weltwirtschaft am Laufen, doch die meisten Frachtschiffe fahren mit Bunkertreibstoff - einem der schmutzigsten Treibstoffe im Verkehr. Kann die Menschheit die Emissionen der Schifffahrt senken, ohne den Welthandel zu stören? Zu den wichtigsten Optionen zählen Ammoniak und grüner Wasserstoff als Treibstoffe, elektrisch angetriebene und nuklearbetriebene Schiffe, effizientere Schiffsentwürfe und sogar eine Rückkehr zu Frachtschiffen mit Windunterstützung. Jede davon könnte den Seeverkehr revolutionieren.

(Illustrierter Leitfaden kommt bald)

KlimawirkungZeit bis zurWirkungKostenReifegradNatur

2,6gesamt

So schneidet diese Lösung ab

  • Klimawirkung3 / 5Fast der gesamte Welthandel wird mit Schiffen transportiert - und zwar mit einem der dreckigsten Treibstoffe überhaupt.
  • Zeit bis zur Wirkung2 / 5Schiffe halten Jahrzehnte, deshalb verändern sich Flotten nur langsam.
  • Kosten2 / 5Effizienz spart Treibstoff, aber grüne Treibstoffe kosten viel mehr als Öl.
  • Reifegrad3 / 5Schiffe mit Ammoniak und Methanol sind bereits im kommerziellen Einsatz, elektrische Schiffe werden noch getestet.
  • Natur3 / 5Senkt Schwefel und Ruß, aber Ammoniak bringt eigene Giftigkeitsrisiken mit

Quiz

Frage 1 von 10

Wie viel Prozent der weltweiten CO2-Emissionen entfallen ungefähr auf die Schifffahrt?

Punktestand 0 / 10

Transkript

Ozeane bedecken 71 % des Planeten [1]. So schön blau sie auch wirken mögen, für Menschen waren sie die meiste Zeit der Geschichte ziemlich schwer zu erkunden - was erklären könnte, warum sie einen Planeten, der ganz offensichtlich mit Wasser bedeckt ist, die „Erde“ nannten.

Doch trotz dieser frühen Schwierigkeiten durchqueren heute jeden Tag Millionen Tonnen Rohstoffe, Lebensmittel, Waren und Menschen diese blaue Weite [2,3,4]. Ohne die rund 100.000 Schiffe, die diese Fracht transportieren [5,6,7], würde die moderne Welt zum Stillstand kommen.

Aber all das Zeug zu bewegen braucht viel Energie, und im Moment stammt fast all diese Energie aus schmutzigen fossilen Brennstoffen [8,9,10]. Heute verursacht die Schifffahrt rund 2 % der weltweiten CO₂-Emissionen [11], und ohne Maßnahmen könnte das bis 2050 auf 17 % steigen [11,12].

Wie können Menschen also die Umweltbelastung dieses wichtigen Seehandels verringern? Wie sieht die Zukunft der Schifffahrt aus?

Seit Tausenden von Jahren transportiert die Seefahrt das Lebenselixier der Zivilisation. Von den eleganten Galeeren der antiken Phönizier bis zu den goldbeladenen Galeonen des Spanischen Reichs sind Nationen im Kielwasser des Seehandels aufgestiegen und gefallen.

Doch der echte Wendepunkt kam 1783 in Frankreich, als der Franzose Claude de Jouffroy einem Boot eine Dampfmaschine verpasste und so das erste dampfbetriebene Schiff schuf [13,14,15]. Schneller und weiter unterwegs als je zuvor revolutionierten Dampfschiffe bald den Welthandel und machten den Weg frei für die riesigen Containerschiffe von heute.

Heute verbindet ein riesiges Netz aus Schifffahrtsrouten die Welt und bildet das Rückgrat der globalen Wirtschaft. So können Aluminium aus Australien und Kupfer aus dem Kongo nach Shanghai verschifft werden, wo daraus Solarpaneele gebaut und nach San Francisco geschickt werden.

Leider sind die modernen Giganten, die diese Waren transportieren, anders als Claudes kleines Dampfschiff auf riesige Motoren angewiesen, die gewaltige Mengen fossiler Brennstoffe schlucken.

Jedes Jahr verbraucht die Schifffahrtsbranche satte 2 Milliarden Barrel Öl [7,9,16,17] - genug, um viermal bis zum Mond zu reichen! [18-22] - und stößt jährlich mehr CO2 aus als Deutschland [23,24].

Tatsächlich gehört Schiffstreibstoff, auch Bunkertreibstoff genannt, zu den schmutzigsten überhaupt [25,26]. Er ist berüchtigt dafür, giftige Schadstoffe wie Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub [27-30] sowie große Mengen Kohlendioxid zu erzeugen.

Wie können Menschen also die Emissionen des Seehandels wegwaschen? Nun, auf dem Weg zu nachhaltiger Schifffahrt gibt es sechs Zwischenstopps.

Die erste Methode heißt Langsamfahrt. Diese einfache Strategie wird weltweit häufig genutzt [31-34]. Wegen der Dichte des Wassers steigt der Treibstoffverbrauch mit der Geschwindigkeit exponentiell, also kann schon eine Verlangsamung um 10 % den Treibstoffverbrauch und die Emissionen um fast 30 % senken [35,36,141].

Leider ist langsameres Fahren wegen Lieferplänen und Gewinnspannen nicht immer praktisch [37-40].

Die nächste Lösung ist also, das Design der Schiffe selbst zu verbessern. Meeresorganismen wie Seepocken und Seetang erhöhen den Widerstand am Schiffsrumpf, also verhindern die Besatzungen durch regelmäßiges Reinigen und Antifouling-Beschichtungen, dass sie sich festsetzen.

Auf hoher See senken die glatten, seepockenfreien Rümpfe sowohl den Widerstand als auch den Treibstoffverbrauch um bis zu 10 % [41,42,43].

Rumpfformen werden immer cleverer und stromlinienförmiger [44,45,46], und manche Schiffe nutzen Luftschmiersysteme [44-48], die eine Schicht Luftblasen unter den Rumpf pumpen, um Reibung zu minimieren und den Widerstand noch weiter zu senken [44,46,49-52].

Wo die Hafengröße es erlaubt, ist es eine weitere taktische Lösung, kleinere Schiffe durch größere zu ersetzen. Durch Skaleneffekte können größere Schiffe den Treibstoffverbrauch und die Emissionen pro Containereinheit um bis zu 30 % senken [53-56].

Eine weitere clevere Strategie ist von den Segelschiffen vergangener Zeiten inspiriert. Reedereien montieren riesige Flügelsegel auf Frachtschiffen, um weniger Motorleistung zu brauchen [57,58].

Mit speziellen rotierenden Rotoren, den sogenannten Flettner-Rotoren, lässt sich der „Magnus-Effekt“ nutzen: Der Luftstrom des Winds erzeugt einen Druckunterschied, der zusätzlichen Schub liefert [59,60,61].

Manche Schiffe setzen sogar Drachen ein, um Höhenwinde zu nutzen! [62] Alle verringern den Bedarf an Motorleistung und können den Treibstoffverbrauch um bis zu 30 % senken [63,64,65].

Aber eine offensichtliche Lösung liegt der Menschheit direkt vor Augen...

Eine wenig bekannte Tatsache ist, dass rund 40 % aller weltweit verschifften Fracht tatsächlich fossile Brennstoffe sind! [66,67]

Das heißt, dass weniger Kohle, Öl und fossiles Gas und mehr erneuerbare Energie an Land die Zahl der Frachtschiffe auf See deutlich verringern können.

Weniger Öltanker senken auch das Risiko von Ölunfällen - eine Win-win-win-Situation!

Aber selbst wenn Menschen ihre Schiffe langsamer fahren, effizienter bauen und weniger Kohle, Öl und Gas transportieren, wird der Antrieb von Schiffen mit fossilen Brennstoffen immer CO2 erzeugen…

Vielleicht lautet die offensichtliche Antwort Elektrifizierung - schließlich klappt sie bei Autos, warum also nicht bei Schiffen? Vollelektrische Frachtschiffe sind bereits auf kurzen Strecken im Einsatz, etwa in Norwegen [68], und eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass bis zu 40 % der gesamten Containerschifffahrt elektrifiziert werden könnten [69]. Doch während das auf kurzen bis mittleren Strecken funktionieren würde, sind Batterien für lange Strecken nicht praktisch.

Sie können zusammen mit herkömmlichen Motoren in einem Hybridantrieb eingesetzt werden [70], aber Batterien allein würden zu viel Frachtraum einnehmen [71,72,73]. Das ist unpraktisch und teuer, also braucht es andere Lösungen.

Alternativ könnten Menschen Bunkertreibstoff durch eine andere Art von Treibstoff ersetzen. Manche Reedereien sind auf eine Form von fossilem Gas namens Flüssigerdgas (LNG) umgestiegen, das giftige Schwefelemissionen fast vollständig beseitigen und Stickoxide um bis zu 80 % reduzieren kann [74,75,76].

Aber weil es immer noch ein fossiler Brennstoff ist, senkt es die CO2-Emissionen nur um etwa 20 bis 30 % [77,78,79].

Noch schlimmer ist, dass bei LNG „Methanschlupf“ entsteht, bei dem unverbranntes Methangas direkt aus Schiffsmotoren in die Atmosphäre entweicht [80-83]. Über 20 Jahre gesehen hat Methan eine mehr als 80-mal stärkere Erwärmungswirkung als CO2 - in den entscheidenden nächsten zwei Jahrzehnten wird LNG für die Atmosphäre also genauso schlimm sein wie Bunkertreibstoff! [84-87]

Offenbar braucht es eine bessere Lösung.

Jetzt kommen Biokraftstoffe [88-91] ins Spiel. Theoretisch können sie CO2-neutral sein und ersetzen in manchen Schiffsmotoren fossile Brennstoffe, ohne dass große Umbauten nötig sind [92,93,94].

Problem gelöst, oder? Nun, nicht ganz. Die Gewinnung von Biokraftstoffen kann zu Abholzung und CO₂-Emissionen führen, wenn Flächen gerodet werden, um die Pflanzen anzubauen, die dafür gebraucht werden [95-99].

Aber Biokraftstoffe können aus nachhaltigen Quellen wie Mikroalgen oder Seetang hergestellt werden [100,101], die Menschen gezielt anbauen, um CO2-Neutralität sicherzustellen. So könnten Biokraftstoffe ein starkes Werkzeug werden, um Branchen wie Schifffahrt und Luftfahrt zu dekarbonisieren [8,102-106].

Eine bessere langfristige Möglichkeit wäre, Schiffe mit grünem Wasserstoff anzutreiben [107-110], der entsteht, indem Wasser mit Strom aus Wind- und Solarenergie in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird.

Er kann entweder als Flüssigwasserstoff genutzt werden, der in extrem kalten Kryotanks gelagert werden muss, oder in flüssige Ammoniak- oder Methanol-Treibstoffe umgewandelt werden, die viel leichter zu lagern sind [111-117]. Dieser Wechsel des Treibstoffs könnte die Emissionen der Schifffahrt fast auf null senken!

Doch die Produktion von grünem Wasserstoff müsste schnell hochgefahren werden, was leichter gesagt als getan ist [118-121].

Eine letzte langfristige Möglichkeit könnte ebenfalls am Horizont auftauchen: nuklearbetriebene Schifffahrt! [122,123] Jüngste Durchbrüche wie kleine modulare Reaktoren und Flüssigsalzreaktoren haben das Interesse an nuklearbetriebenen Containerschiffen neu geweckt [124-127].

Tatsächlich werden die nuklearbetriebenen Schiffe der Zukunft bereits entworfen! [124,125,128-130]

Kann die Menschheit die Schifffahrtsbranche also ein für alle Mal säubern? Die Vereinten Nationen und die International Maritime Organization scheinen das zu glauben, mit dem Ziel, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen [131-134].

Um den Überblick zu behalten, nutzen sie den Carbon Intensity Indicator, um zu bewerten, wie effizient Schiffe ihre CO2-Emissionen begrenzen [135,136,137].

Aber bloß Fortschritt zu messen reicht nicht - der langfristige Wandel erfordert den Ausbau erneuerbarer Energie wie Wind- und Solarenergie, um grünen Wasserstoff, Ammoniak und Methanol herzustellen. Zusammen mit Biokraftstoffen sind sie entscheidend, um die fossilen Brennstoffe zu ersetzen, die Schiffe heute antreiben [8,23,138].

Kurzfristig ist es entscheidend, den Treibstoffverbrauch durch Langsamfahrt, besseres Schiffsdesign, Windkraft und Elektrifizierung zu senken.

Es wird nicht einfach, und es passiert nicht über Nacht, aber mit dem unvermeidlichen Fortschritt der Menschheit wird die Zukunft der Schifffahrt grün!

Fachberater

Wir möchten uns bedanken bei

Dr. Faïg Abbasov

Europäischer Verband für Verkehr und Umwelt

Programmleiter für Schifffahrt

Dr. James Mason

University of Manchester

Tyndall Centre für Klimaforschung

Dr. Conor Walsh

University of Greenwich

Institut für natürliche Ressourcen

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Spezifische Lösungen - Langsamfahrt

Spezifische Lösungen - Elektrische Energie

Weiterführende Quellen

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Überblick

Lösungen - Langsamfahrt

Lösungen - Schiffsdesign

Lösungen - Windkraft

Lösungen - Kernenergie

Zusätzliche Ressourcen

Quellen

Alle hier verlinkten Inhalte sind auf Englisch.

  1. [1] Ozean | National Geographic
  2. [2] Review of Maritime Transport 2022 | UN Trade and Development (UNCTAD)
  3. [3] Schifffahrt und Welthandel: Motor für Wohlstand | International Chamber of Shipping
  4. [4] Welthandel auf dem Seeweg - Daten und Einblicke | UNCTAD Data Hub
  5. [5] Review of Maritime Transport 2023 | UNCTAD
  6. [6] Die Schifffahrt an einem Wendepunkt | World Ocean Review
  7. [7] Die Schifffahrtsbranche sucht nach grünen Treibstoffen | c&en (siehe Quellenhinweise*)
  8. [8] Ein Weg zur Dekarbonisierung des Schifffahrtssektors bis 2050 | IRENA
  9. [9] Emissionen und Treibstoffverbrauch im Schifffahrtssektor | Green Ports (siehe Quellenhinweise*)
  10. [10] Seetransport | MIT Climate Portal
  11. [11] Anteile der CO2-Emissionen im Verkehr nach Art | Statista (Gesamte globale CO2-Emissionen: Global Carbon Budget 2024 | Earth System Science Data) (siehe Quellenhinweise*)
  12. [12] Luftfahrt und Schifffahrt - Auswirkungen auf Europas Umwelt TERM 2017 | European Environment Agency
  13. [13] Dampf macht Wellen | The Singularity of Western Innovation (siehe Quellenhinweise*)
  14. [14] Die Vorgeschichte des Dampfschiffs | Transactions of the Newcomen Society (siehe Quellenhinweise*)
  15. [15] Geografien des Dampfes: Kartierung der unternehmerischen Aktivitäten von Dampfingenieuren in Frankreich in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts | History and Technology: An International Journal (siehe Quellenhinweise*)
  16. [16] Maritime Decarbonization Strategy 2022 | Zero Carbon Shipping (siehe Quellenhinweise*)
  17. [17] Ungefähre Umrechnungsfaktoren | BP (siehe Quellenhinweise*)
  18. [18] Wie hoch ist ein 55-Gallonen-Fass? Höhe und andere Maße | ASC, Inc. (siehe Quellenhinweise*)
  19. [19] Ölfass (Barrel) 55 Gallonen / 200 L internationaler Standard (tatsächliche Größe) | 3D Warehouse (siehe Quellenhinweise*)
  20. [20] Wie weit ist der Mond entfernt? | Royal Museums Greenwich (siehe Quellenhinweise*)
  21. [21] Fakten zum Mond | NASA Science (siehe Quellenhinweise*)
  22. [22] Wie groß ist die Entfernung zum Mond? | Universe Today (siehe Quellenhinweise*)
  23. [23] Internationaler Schiffsverkehr | IEA
  24. [24] THG-Emissionen aller Länder der Welt | EDGAR - The Emissions Database for Global Atmospheric Research
  25. [25] Bunker (Treibstoff) - ein Überblick | ScienceDirect Topics (siehe Quellenhinweise*)
  26. [26] Was ist Bunkertreibstoff und warum nutzen Schiffe ihn? | ScienceInsights (siehe Quellenhinweise*)
  27. [27] Schwefel in Schiffstreibstoffen | Transport & Environment
  28. [28] Internationale Vorschriften für die Schifffahrt senken Schwefeldioxid-, erhöhen aber Stickoxidemissionen in Nord- und Ostsee | Communications Earth & Environment | Nature
  29. [29] Faktoren, die bestimmen, wie Schiffsbetreiber IMO 2020 einhalten können | Transportation Research Part D: Transport and Environment
  30. [30] Satellit zeigt jüngste Veränderungen bei Stickoxidemissionen aus der globalen Seeschifffahrt | Journal of Cleaner Production
  31. [31] Auswirkungen der Langsamfahrt auf Reedereien und Verlader | Maritime Economics & Logistics
  32. [32] Langsamfahrt - eine langfristig tragfähige Option? | Wärtsilä Technical Journal
  33. [33] Vorteile der Langsamfahrt unter realistischen Fahrbedingungen auf unterschiedlichen Routen | Ocean Engineering
  34. [34] Geschwindigkeitsmanagement | GreenVoyage2050 - International Maritime Organization
  35. [35] Die Auswirkungen der Langsamfahrt auf Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen eines Containerschiffs | Journal of Marine Science and Engineering
  36. [36] Analyse der Energie- und Kosteneffizienz zur Senkung von Treibhausgasemissionen durch Langsamfahrt von Schiffen: Fallstudie eines RO-RO-Frachtschiffs | Ships and Offshore Structures
  37. [37] Die Auswirkungen der Langsamfahrt auf die Kosten von Reedereien und Verladern: Der Fall eines globalen Logistiknetzwerks | Transportation Research Part E: Logistics and Transportation Review
  38. [38] Bewertung der gesamtwirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Langsamfahrt in der Schifffahrt | Journal of Shipping and Trade
  39. [39] Langsamfahrt und ein neuer Aufbruch für Windantrieb: Eine Mehrebenenanalyse zweier emissionsarmer Umstellungen in der Schifffahrt | Marine Policy
  40. [40] Strategien schwedischer Verlader für den Umgang mit Langsamfahrt in der Hochsee-Containerschifffahrt | Journal of Shipping and Trade | Springer Nature Link
  41. [41] Umwelt- und wirtschaftliche Auswirkungen einer innovativen biozidfreien Antifouling-Beschichtung für Marineanwendungen | Materials
  42. [42] Beschichtung zur Verbesserung der Rumpfleistung | GreenVoyage2050 | International Maritime Organization (auch Rumpfreinigung | GreenVoyage2050 - International Maritime Organization)
  43. [43] WAN HAI erreicht mit Nippon Paint Marine eine bessere Treibstoffeffizienz | Nippon Paint Marine
  44. [44] Verbesserung des Rumpfdesigns für mehr Effizienz und Umweltschutz | The 1st Conference on Ocean, Mechanical and Aerospace -Science and Engineering | ISOMASE (siehe Quellenhinweise*)
  45. [45] Überblick über die Entscheidungsunterstützungsmethoden zur Optimierung von Schiffsrümpfen für mehr Energieeffizienz | Journal of Marine Science and Engineering (siehe Quellenhinweise*)
  46. [46] Seetransport | Australian Government Department of Climate Change, Energy, the Environment and Water (siehe Quellenhinweise*)
  47. [47] Luftschmierung: Rumpfgleiten | Journal Of The Institute Of Marine Engineers (India) View (siehe Quellenhinweise*)
  48. [48] Luftschmierung | GreenVoyage2050 - International Maritime Organization (siehe Quellenhinweise*)
  49. [49] Kombination eines Antriebsmotors mit einem Luftschmiersystem für höchste Schiffseffizienz | Marine Engineering (siehe Quellenhinweise*)
  50. [50] Luftschmierungstechnologie | ABS (siehe Quellenhinweise*)
  51. [51] Computergestützte Analyse eines Luftschmiersystems für Handelsschiffe und Auswirkungen auf den Treibstoffverbrauch | Computation (siehe Quellenhinweise*)
  52. [52] Luftschmiersystem von Silverstream für Kreuzfahrtschiff von Carnival ausgewählt | Offshore Energy (siehe Quellenhinweise*)
  53. [53] Die Bedeutung von Skaleneffekten für die Senkung von Treibhausgasemissionen aus der Schifffahrt | Energy Policy (siehe Quellenhinweise*)
  54. [54] Skaleneffekte bei den Kosten von Containerschiffen | USMMA (siehe Quellenhinweise*)
  55. [55] Die Auswirkungen von Megaschiffen | International Transport Forum | OECD (siehe Quellenhinweise*)
  56. [56] Warum Größe zählt: Skaleneffekte bei Containerschiffen | MarineLink (siehe Quellenhinweise*)
  57. [57] Segelfrachter ‚zeigt Potenzial des Windes‘ | BBC News (siehe Quellenhinweise*)
  58. [58] WindWings® | BAR Technologies (siehe Quellenhinweise*)
  59. [59] Flettner-Rotoren als nachhaltiger Antrieb | Strathclyde University​
  60. [60] Flettner-Rotor - ein Überblick | ScienceDirect Topics
  61. [61] Rotorsegel-Technologie | Anemoi Marine
  62. [62] Segel und Drachen unterstützen Frachtschiffe | cargo-partner
  63. [63] Neuer windbetriebener Frachter läuft aus | European Commission (siehe Quellenhinweise*)
  64. [64] Entwurf, Betrieb und Analyse von windunterstützten Frachtschiffen | Ocean Engineering
  65. [65] Messung der Routenoptimierung mit Windantrieb für kurzfristige CO2-Minderung in der Schifffahrt | Ocean Engineering
  66. [66] Schiffe für fossile Brennstoffe und das Risiko gestrandeter Vermögenswerte beim Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft |Journal of Marine Science and Engineering | Kühne Foundation (siehe Quellenhinweise*)
  67. [67] Bericht über den Seeverkehr 2019 | UN Conference on Trade and Development (siehe Quellenhinweise*)
  68. [68] Yara Birkeland, zwei Jahre später | Yara International
  69. [69] Rasch sinkende Batteriekosten verbessern die Aussichten für vollelektrische Containerschifffahrt zwischen Regionen | Nature Energy (siehe Quellenhinweise*)
  70. [70] Hybridschiffe: ein überraschender Grund, warum sie eine so tolle Idee sind | Wärtsilä
  71. [71] Elektrische Containerschiffe bleiben in weiter Ferne | IEEE Spectrum
  72. [72] Batterien an Bord von Hochseeschiffen | MAN Energy Solutions
  73. [73] Potenziale und Grenzen batterieelektrischer Antriebssysteme für Containerschiffe | Energy Conversion and Management X
  74. [74] Das Prinzipal-Agent-Problem in der hierarchischen Politikgestaltung: Wenn Politik den Übergang zu LNG als alternativem Schiffstreibstoff nicht unterstützt | Marine Policy
  75. [75] LNG als Schiffstreibstoff | GTT
  76. [76] Umweltbilanz von LNG als Schiffstreibstoff | DNV
  77. [77] Wie sich die internationale Schifffahrt dekarbonisieren lässt: Optionen für Treibstoffe, Technologien und Politik | Energy Conversion and Management
  78. [78] Flüssigerdgas (LNG) als Übergangslösung statt herkömmlicher Schiffstreibstoffe, auf dem Weg zur Dekarbonisierung | Sustainability MDPI
  79. [79] LNG als Schiffstreibstoff: Expertinnen und Experten beantworten 17 wichtige Fragen | Wärtsilä
  80. [80] LNG ist nicht der heilige Gral für die Schifffahrt | ESG Economist | ABN.AMRO (siehe Quellenhinweise*)
  81. [81] Methanschlupf und andere Emissionen eines neuen LNG-Motors im realen Betrieb eines modernen Kreuzfahrtschiffs | Atmospheric Environment: X (siehe Quellenhinweise*)
  82. [82] Flüchtige und unverbrannte Methanemissionen von Schiffen (Fumes) | International Council on Clean Transportation (siehe Quellenhinweise*)
  83. [83] Methanschlupf bei LNG-betriebenen Ottomotoren angehen | Maritime Impact | DNV (siehe Quellenhinweise*)
  84. [84] Möglichkeiten zur Senkung von Methanemissionen neuer und bestehender LNG-betriebener Schiffe - International Council on Clean Transportation (siehe Quellenhinweise*)
  85. [85] Die Folgen für das Klima, wenn LNG als Schiffskraftstoff genutzt wird | International Council on Clean Transportation
  86. [86] Bewertung der Luftemissionen alternativer Schiffstreibstoffe über ihren gesamten Lebenszyklus | Journal of Cleaner Production
  87. [87] Kapitel 7: Der Energiehaushalt der Erde, Klimarückkopplungen und Klimasensitivität | IPCC
  88. [88] Die Chancen von Biokraftstoffen für die Seeschifffahrt verstehen | OSTI.GOV
  89. [89] Umweltbewertung von zwei Wegen zur Nutzung von Biokraftstoffen in der Schifffahrt | Energy Policy
  90. [90] Biokraftstoff als alternativer Schiffstreibstoff: technische, ökologische und wirtschaftliche Bewertung | Sustainable Energy & Fuels | RSC Publishing
  91. [91] Einsatz von Biokraftstoffen zur Dekarbonisierung der Seeschifffahrt: eine langfristige Bewertung von Preis und Skalierbarkeit | Biofuels, Bioproducts & Biorefining
  92. [92] Fortschrittliche Bioenergie | ETIP Bioenergy
  93. [93] Biodiesel in Schiffsdieselmotoren nutzen: neue Treibstoffe, neue Herausforderungen | DNV
  94. [94] Biokraftstoffe für die Seeschifffahrt | IEA Bioenergy
  95. [95] Bioenergieproduktion im großen Maßstab: Wie lassen sich Nachhaltigkeits-Zielkonflikte lösen? | Environmental Research Letters
  96. [96] Flächennutzung, Abholzung und CO2-Emissionen im Palmölverbrauch von vier europäischen Ländern | Agricultural and Food Economics
  97. [97] Eine globale Analyse der Abholzung durch den Ausbau von Biokraftstoffen | JSTOR
  98. [98] Das Potenzial von Biokraftstoffen in der Schifffahrt erkunden | DNV
  99. [99] Biokraftstoffe im Verkehr - Renewables 2023 - Analyse | IEA
  100. [100] Biokraftstoffe aus Mikroalgen: den Weg in eine nachhaltige Zukunft inmitten von Herausforderungen und Chancen beleuchten | Biotechnology for Biofuels and Bioproducts
  101. [101] Biokraftstoffproduktion aus Makroalgen: aktuelle Lage und Zukunftspotenzial | Bioengineered
  102. [102] Biokraftstoffe | Bureau Veritas
  103. [103] Aktuelles zum Potenzial von Biokraftstoffen für die Schifffahrt | European Maritime Safety Agency
  104. [104] Biokraftstoffe der Zukunft für die Schifffahrt | Global Maritime Forum
  105. [105] FAQ: Nachhaltige Flugtreibstoffe | US Department of Energy
  106. [106] 4 Möglichkeiten, wie Fluggesellschaften ihren CO2-Fußabdruck verringern können | i6 Group
  107. [107] Grüner Wasserstoff als alternativer Treibstoff für die Schifffahrtsindustrie | Current Opinion in Chemical Engineering
  108. [108] Das Potenzial von Wasserstoff als Treibstoff für die internationale Schifffahrt | UCL Discovery
  109. [109] Wasserstoff als Treibstoff für den Seeverkehr: Ein Weg zur Dekarbonisierung | Greener and Scalable E-fuels for Decarbonization of Transport
  110. [110] Nachhaltige E-Fuels: Grüner Wasserstoff, Methanol und Ammoniak für CO2-neutralen Verkehr | World Electric Vehicle Journal
  111. [111] Wasserstoffspeicherung | US Department of Energy (siehe Quellenhinweise*)
  112. [112] Wasserstoffspeicherung auf einem Schiff | Marine Service Noord (siehe Quellenhinweise*)
  113. [113] Potenzial von Ammoniak als Kraftstoff in der Schifffahrt | European Maritime Safety Agency (siehe Quellenhinweise*)
  114. [114] Ammoniak als Treibstoff für Schiffe | Bureau Veritas (siehe Quellenhinweise*)
  115. [115] Methanol als Treibstoff | Bureau Veritas (siehe Quellenhinweise*)
  116. [116] Schiffstreibstoff - Methanex | Methanex (siehe Quellenhinweise*)
  117. [117] Einführung in Methanol als nachhaltigen Treibstoff für Schiffe | Marine Insight (siehe Quellenhinweise*)
  118. [118] Dekarbonisierung der internationalen Schifffahrt - Eine Lebenszyklus-Perspektive auf alternative Treibstoffoptionen | Energy Conversion and Management
  119. [119] Erneuerbare Energien 2022 | IEA
  120. [120] Ein Weckruf zu grünem Wasserstoff: die benötigte Menge an Wind- und Solarenergie ist riesig | Recharge
  121. [121] Den Durchbruch schaffen: Maßnahmen für grünen Wasserstoff und Technologiekosten | IRENA
  122. [122] Nuklearbetriebene Schiffe | World Nuclear Association
  123. [123] Arten von U-Booten der UK Royal Navy | GOV.UK
  124. [124] Die nukleare Option der Schifffahrt auf dem Weg zur Klimaneutralität: Ist sie machbar? | HFW
  125. [125] Argumente für Frachtschiffe mit Atomkraft | IEEE Spectrum
  126. [126] Flüssigsalzreaktoren (MSR) | International Atomic Energy Agency
  127. [127] Was sind kleine modulare Reaktoren (SMRs)? | International Atomic Energy Agency
  128. [128] ICS Maritime Barometer Report 2022-2023 | International Chamber of Shipping
  129. [129] Containerschifffahrt mit Atomkraft könnte innerhalb dieses Jahrzehnts möglich sein | The Chemical Engineer
  130. [130] Jiangnan Shipyard stellt Entwurf für das ‚weltweit größte‘ nuklearbetriebene Containerschiff vor | Offshore Energy
  131. [131] Arbeit der IMO zur Senkung der THG-Emissionen von Schiffen | International Maritime Organization
  132. [132] IMO-Strategie 2023 zur Senkung der THG-Emissionen von Schiffen | International Maritime Organization
  133. [133] Amendments To The Annex Of The Protocol Of 1997 | International Maritime Organization
  134. [134] Klimawandel angehen - ein Jahrzehnt voller Maßnahmen zur Senkung der THG-Emissionen aus der Schifffahrt | International Maritime Organization
  135. [135] Regeln zur Kohlenstoffintensität von Schiffen und zum Bewertungssystem treten in Kraft | International Maritime Organization
  136. [136] EEXI und CII - Kohlenstoffintensität von Schiffen und Bewertungssystem | International Maritime Organization
  137. [137] CII - Indikator für Kohlenstoffintensität | Maritime Insight | DNV
  138. [138] Die Zukunft der Schifffahrt antreiben: Zentrale Hürden für den Ausbau der Versorgung mit emissionsfreien Kraftstoffen | World Economic Forum
  139. [139] Emissionen aus dem Schifffahrtssektor senken | European Commission
  140. [140] Handelssystem für CO2-Emissionen im Schifffahrtssektor: Treiber, Herausforderungen und Auswirkungen | Marine Policy
  141. [141] Untersuchung von Optionen für langsames Fahren mit der Methode der multikriteriellen Entscheidungsanalyse | Proceedings of the Conference ECONSHIP2015 (Grafik im Film)

Quellenhinweise

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Globale CO2-Emissionen aus dem Verkehr

Die weltweiten CO2-Emissionen des Verkehrssektors lagen 2024 schätzungsweise bei 9 GtCO₂, von insgesamt geschätzten 41,6 GtCO2 (alle menschengemachten CO2-Emissionen aus fossilen Quellen und LULUCF - Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft - einschließlich der Senke durch Karbonatisierung von Zement). Auf die Schifffahrt (international und national zusammen) entfielen laut Angaben 10,67 % der Emissionen des Verkehrssektors, was 2,31 % der weltweiten CO2-Emissionen entsprach.

Diese Zahlen wurden gewählt, weil sie aktuell sind und ihre jeweiligen Prozentwerte mit seriösen Quellen wie der IMO (International Maritime Organization) übereinstimmen. Dennoch wird die Genauigkeit dieser Daten allgemein weiter diskutiert. Den Anteil der Schifffahrt an den weltweiten CO₂-Emissionen zu schätzen, ist komplexer, als es vielleicht wirkt, und die Zahlen können je nach Berechnung stark variieren.

Erstens berichten verschiedene Studien entweder nur über CO₂, über alle Treibhausgase oder über Kohlendioxidäquivalent-Werte (CO₂eq), die Gase wie Methan und Lachgas enthalten, gewichtet nach ihrem Treibhauspotenzial. Diese Kennzahlen sind weder austauschbar noch vergleichbar, und je nachdem, welche verwendet wird, kann sich der scheinbare Anteil der Schifffahrtsemissionen deutlich verschieben. Quellen, Studien und Berichte von Organisationen machen oft nicht klar, welche spezifische Kennzahl verwendet wurde, und nutzen regelmäßig eine, wenn sie eine andere meinen (z. B. schreiben sie „CO2“, wenn sie „CO2eq“ meinen).

Zweitens ist der gewählte globale Bezugswert wichtig: Manche Vergleiche beziehen sich nur auf energiebedingte CO₂-Emissionen, während andere alle menschengemachten Quellen wie Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) einbeziehen, was den Nenner vergrößert und den scheinbaren Prozentsatz der Schifffahrt senkt.

Drittens ist die internationale Schifffahrt selbst schwer zu erfassen, weil die Emissionen größtenteils in internationalen Gewässern entstehen und Daten oft aus Verkäufen von Bunkertreibstoff statt aus der direkten Überwachung von Schiffsaktivitäten stammen, was zusätzliche Unsicherheit schafft. Zusammen bedeuten diese methodischen Unterschiede, dass veröffentlichte Zahlen zum Anteil der Schifffahrt an den weltweiten Emissionen stark auseinandergehen können, selbst wenn sie auf derselben zugrunde liegenden Aktivität basieren.

13,14,15

Claude de Jouffroy

Claude-François-Dorothée, Marquis de Jouffroy d’Abbans - auch bekannt als Claude de Jouffroy - baute 1776 das erste Dampfschiff. Diese ersten Versuche scheiterten, doch 1783 gelang ihm mit dem Schaufelraddampfer „Pyroscaphe“ der Durchbruch. Viele Jahre lang wurde ihm der Schutz durch ein Patent verweigert, später ging er ins Exil. Weitere Probefahrten mit Dampfschiffen wurden von anderen wie John Fitch und William Symington durchgeführt, bis der amerikanische Erfinder Robert Fulton 1807 zusammen mit Robert Livingston das erste kommerzielle Dampfschiff baute. Fulton würdigte Claude, doch seine Erfindung wird nur selten anerkannt A.

7,9,16,17

Anzahl der Fässer

Quellen zufolge ergeben sich insgesamt 225 Millionen Tonnen HFO, wenn etwa 75 % der insgesamt 300 Millionen Tonnen Bunkertreibstoff (der weltweit in der Schifffahrt genutzt wird) aus Schweröl (HFO) bestehen. Wenn die restlichen 25 % Marinegasöl (MGO) & Marinedieselöl (MDO) sind, entspricht das 75 Millionen Tonnen. Mit [17], einem Rechner zur Umrechnung der Treibstoffmenge in die entsprechende Zahl an Barrel: HFO mit 6,350 multiplizieren, MGO/MDO mit 7,460. Die ungefähre Zahl an Barrel HFO = 225 Millionen x 6,350 = 1.428.750.000.

Ungefähre Zahl an Barrel MGO/MDO = 75 Millionen x 7,46 = 559.500.000.

Barrel insgesamt = 1.988.250.000 = ungefähr 2 Milliarden Barrel.

18-22

Entfernung zum Mond

Ein durchschnittliches Fass ist 33-34 Zoll hoch [18,19], also etwa 850 mm oder 0,00085 km. Daher 2 Milliarden x 0,00085 km = 1.700.000 km.

Entfernung zum Mond = 384.400 km [20,21,22].

1.700.000 km / 384.400 = 4,42 Mal die Entfernung von der Erde zum Mond.

25,26

Schweröl

Dampfschiffe wurden früher meist durch die Verbrennung von Kohle angetrieben. Diese Kohle wurde in Räumen gelagert, die Bunker genannt wurden, weshalb moderner Treibstoff als ‚Bunkertreibstoff‘ bekannt ist. Bunker wurden inzwischen durch Treibstofftanks ersetzt, aber der Name für den Treibstoff selbst bleibt. ‚Bunkertreibstoff‘ kann jede Art von Treibstoff in der Schifffahrt meinen; er bezeichnet nicht nur eine bestimmte Treibstoffart.

44-52

Treibstoffverbrauch und Emissionsreduktion durch Luftschmiersysteme

Die Prozentwerte für die Senkung von Treibstoffverbrauch und Emissionen durch Luftschmierung unterscheiden sich je nach Quelle, da sie von den Umständen abhängen und sich die Versuchsbedingungen ändern. Es gibt Hinweise auf das Potenzial der Luftschmierung, aber verschiedene Anbieter nennen unterschiedliche Zahlen. Zum Beispiel:

[44] Diese Studie erwähnt Luftschmierungssysteme und geht von einer Senkung des Treibstoffverbrauchs um bis zu 15 % aus. Dieser Wert basiert auf einer derzeit nicht zugänglichen Studie von Engng (1997).

[46] Diese Quelle erklärt, dass Luftschmierungssysteme den Widerstand verringern und so den Treibstoffverbrauch um „mindestens 3 %“ senken können.

[50] Dieser Bericht zeigt mehrere Beispiele für Luftschmierungssysteme und beschreibt die Widerstandsverringerung und Energieeinsparungen, die jedes erreicht hat. Er berichtet von einem ersten Projekt: „Project Energy-saving air-Lubrication Ships“ (PELS) aus dem Jahr 1999, das bei ruhigem Wasser durchschnittliche Energieeinsparungen von 3-10 % feststellte. Weitere erwähnte Werte für Energieeinsparungen aus verschiedenen Tests - mit unterschiedlichen Versuchsparametern - waren: 2 %, 6 %, „einige“, 1 %, 10 % bei Ballastzustand und 5 % bei Volllast, 10 % bei hoher Geschwindigkeit, keine eindeutigen Ergebnisse, 15 %, 2 % (wobei dies auf -0,6 % sank, weil die Blasen nicht am Rumpf haften blieben), 10 %, 5 %, 4,5 % und 4 %. Die vollständige Übersicht der Tests und den Kontext der gefundenen Werte gibt es auf Seite 11 des Berichts.

[51] Diese Studie stellte experimentelle Senkungen von Treibstoffverbrauch und Emissionen von bis zu 8 % fest.

[52] Diese Quelle berichtete über ein von Silverstream Technologies entwickeltes Luftschmierungssystem und gab an, den Kraftstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen um 5-10 %. zu senken

53-56

Treibstoffverbrauch und Emissionsreduktion durch Skaleneffekte

Wie bei Luftschmiersystemen gibt es bei den Angaben zu Treibstoffverbrauch und Emissionsminderung gewisse Unterschiede.

[53] Diese Quelle ist eine Studie zur Nutzung von Skaleneffekten in der Schifffahrt und schätzt, dass die Emissionen um bis zu 30 % gesenkt werden könnten, wenn die gesamte Flotte durch größere Schiffe ersetzt würde, was voraussichtlich 25 Jahre dauern wird

[56] Diese Quelle ist eine Nachrichten-Website, die über ein neues 18.000-TEU-Schiff (Twenty-foot Equivalent Unit) von Maersk Line berichtet. Maersk hat keine Angaben zum Treibstoffverbrauch dieses Schiffs veröffentlicht, aber Informationen zu seinen 10.000- und 16.000-TEU-Schiffen sind verfügbar. Daher wurden Verbrauchsangaben hochgerechnet, wobei behauptet wurde, dass dieses neue Schiff pro befördertem Container 35 % treibstoffeffizienter sei als Schiffe mit 13.100 TEU. Diese Angaben wurden in einer Studie von Drewry Maritime Research veröffentlicht; allerdings ist diese Studie nicht ohne Weiteres öffentlich zugänglich.

[54] Diese Studie erklärt, dass Daten zum Treibstoffverbrauch unternehmenseigene Informationen sind und daher selten öffentlich verfügbar. Quellen, die diese Angaben veröffentlichen, sind äußerst rar, daher wäre es unglaublich schwierig, genau geprüfte Daten zu erhalten, die unabhängig davon unterschiedliche Versuchsparameter haben könnten.

57,58,63

Flügelartige Segel auf Schiffen nutzen

Diese Quellen beschreiben den Einsatz von „WindWings“ von BAR Technologies - große Segel, die nachträglich an Containerschiffen angebracht wurden. Diese Segel sind nicht wie herkömmliche Bootssegel, sondern starr, bestehen aus demselben Material wie Windturbinen und können im Hafen eingeklappt werden, bevor sie auf See ausgefahren werden. Sie funktionieren wie senkrechte Flugzeugflügel und erzeugen mit 3 Elementen mehr aerodynamischen Schub als ein Flügel mit einem Element - ähnlich wie Flügel ein Flugzeug anheben, treiben sie das Schiff aber nach vorn.

66,67

Anteil der weltweit transportierten Fracht, die aus fossilen Brennstoffen besteht

[66] Ein 2024 veröffentlichter Bericht stellt fest, dass 36 % der weltweiten Frachtkapazität für den Transport fossiler Brennstoffe genutzt werden. Dies wurde „anhand der Tragfähigkeit der bestehenden und bestellten Flotte von Flüssiggastankern und Öltankern berechnet, zuzüglich weiterer 17 % der Tragfähigkeit der bestehenden und bestellten Flotte von Massengutfrachtern von Clarksons WFR“. Die 17 % entsprechen „dem Anteil des Kohlehandels am Massenguthandel (in Tonnenmeilen) laut Clarksons Shipping Intelligence Network (SIN)“. Die ursprünglichen Quellen dieser Informationen waren nicht zugänglich. Diese Zahlen sind Schätzungen.

[67] Ein Bericht von 2019 spiegelt die Schlussfolgerungen des ersten Berichts wider und nutzt dieselbe Datenquelle, die weltweite Gesamtzahlen zu Schiffstransporten zeigt.

69

Potenzial von elektrischen Containerschiffen.

KORREKTUR: Im Video heißt es, dass 40 % des gesamten Fracht-Schiffsverkehrs elektrifiziert werden könnten, aber die Studie bezieht sich auf den Verkehr von Containerschiffen, vor allem auf kürzere intraregionale Routen - nicht auf 40 % des gesamten Fracht-Schiffsverkehrs.

80-84

Reduzierung des Methanschlupfs

Um den Methanschlupf bei mit LNG betriebenen Motoren zu verringern, wurden verschiedene Motortechnologien weiterentwickelt, und neuere Motorkonstruktionen haben die Menge an unverbrannt entweichendem Methan gesenkt. Motoren wie Niederdruck-Dual-Fuel-Motoren (LPDF) [84], Hochdruck-Dual-Fuel-Motoren (HPDF) [84] und Viertakt-Otto-Motoren [83] wurden technisch stark weiterentwickelt, darunter durch Änderungen bei Druck, Einspritzung, ‘Zylinderaussetzung’ und Anpassungen im Betrieb [83]. Dadurch wurde der Methanschlupf deutlich verringert, bleibt aber ein verbreitetes Problem, wenn LNG genutzt wird.

111-117

Flüssige Ammoniak- und Methanol-Kraftstoffe

Flüssige Ammoniak- und Methanol-Treibstoffe aus Wasserstoff lassen sich leichter lagern als flüssiger Wasserstoff-Treibstoff, aber beide haben wichtige Nachteile [114,115]. Vor allem haben beide im Vergleich zu herkömmlichem Bunkertreibstoff eine geringere volumetrische Energiedichte: Methanol braucht etwa 2,5-mal so viel Lagerraum und Ammoniak etwa 3-mal so viel. Beide sind für Menschen und Meereslebewesen extrem giftig, weshalb beim Umgang zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind. Methanol ist außerdem extrem leicht entzündlich und hat einen niedrigen Flammpunkt, und bei der Verbrennung von Ammoniak kann Lachgas entstehen. Schließlich ist das Angebot beider Treibstoffe sehr begrenzt, sodass eine starke Ausweitung der Produktion nötig wäre, um die Schifffahrt zu versorgen und zugleich die Konkurrenz mit anderen Sektoren zu berücksichtigen, wenn diese beginnen, ihre Emissionen zu senken. Was die tatsächliche Lagerung angeht, ist flüssiger Wasserstoff-Treibstoff wegen der nötigen kalten kryogenen Tanks aber immer noch viel schwieriger zu lagern als jeder dieser beiden Treibstoffe.

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