Landwirtschaft
Vertikale Landwirtschaft
Ist vertikale Landwirtschaft die Zukunft der Ernährung?
Lebensmittel in die Höhe statt in die Breite anbauen, Platz und Wasser sparen und Lebensmittel vor Ort produzieren. Wir zeigen, wie Nutzpflanzen ohne Erde mit Hydroponik und Aeroponik wachsen. Sie werden mit LEDs beleuchtet und durch Automatisierung gesteuert. Wir schauen uns an, wo urbane Standorte glänzen könnten. Dann zeigen wir die heutigen Grenzen auf: Energie, Auswahl der Pflanzen, Know-how und hohe Kosten sowie mögliche Lösungswege, etwa erneuerbare Energien und Abwärme. Große Ernte, geringer Flächenbedarf, tolle Wahl für die Weltraumerkundung!
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So schneidet diese Lösung ab
- Klimawirkung1 / 5Baut nur eine kleine Auswahl an Pflanzen an, und die Beleuchtung braucht viel Strom.
- Zeit bis zur Wirkung3 / 5Farmen lassen sich schnell bauen, aber hohe Kosten bremsen die breite Einführung.
- Kosten1 / 5Eine der teuersten Arten, Lebensmittel anzubauen.
- Reifegrad3 / 5Im kommerziellen Einsatz, aber vor allem für Salate und Kräuter.
- Natur4 / 5Spart Fläche und Wasser, ist aber nur so sauber wie ihre Stromversorgung.
Leitfaden
Hier findest du das illustrierte Transkript zum Film. Der Leitfaden ist derzeit nur auf Englisch verfügbar - deine Sprache kommt bald.







Quiz
Frage 1 von 10
Ungefähr welcher Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen stammt aus der Landwirtschaft?
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Transkript
Es gibt zwei Fakten, die die Wissenschaft alarmieren: Erstens wird die Weltbevölkerung bis 2050 fast 10 Milliarden erreichen [1,2,3], und zweitens gehen der Erde nutzbares Ackerland und Wasser aus [4-11].
Tatsächlich werden jedes Jahr Milliarden Bäume gefällt, um Platz für Landwirtschaft zu schaffen [12-15]. Und als wäre das nicht genug, verursacht die Landwirtschaft rund 20 % der Treibhausgasemissionen der Menschheit [16-19]. Wie können wir also eine wachsende Bevölkerung ernähren, ohne den Planeten zu zerstören? Nun, vielleicht gibt es einen Weg.
Es gibt eine neue Technik namens vertikale Landwirtschaft, mit der die Menschheit mehr Nahrung anbauen könnte, als du dir je vorstellen könntest, und das alles mit Hilfe von KI und Robotern. Doch während manche darin die Zukunft sehen, glauben andere, dass es nie wirklich funktionieren wird. Wägen wir also die Vor- und Nachteile der vertikalen Landwirtschaft ab.
Bis vor 12.000 Jahren hatten Menschen keine Siedlungen. Sie zogen über die Erde, jagten und sammelten alles, was sie zum Überleben finden konnten [20,21,22]. Und dann änderte sich etwas grundlegend - sie entdeckten die Landwirtschaft [23,24]. Diese Methode boomte und breitete sich schnell aus, und heute bedeckt Ackerland etwa 12 % der gesamten Landfläche der Erde [25-28].
Wo liegt also das Problem?
Nun, auf diesem Weg weiterzumachen, ist nicht nachhaltig. Über die Jahrhunderte haben nicht nachhaltige Anbaumethoden zu weit verbreiteten Bodenschäden geführt, zusammen mit massiver Entwaldung, Verstädterung und dem Missbrauch von Dünger und Pestiziden [29-34] - du weißt schon, die Klimakrise? All diese Faktoren drohen, die Ökosysteme der Erde zu zerstören.
Dazu kommt, dass die konventionelle Landwirtschaft 70 % des weltweiten Süßwasserverbrauchs ausmacht [35-41] und zu nicht nachhaltigen Mengen an CO2-Emissionen führt [16-19,42].
Wie kann die Menschheit in Zukunft also nachhaltiger Landwirtschaft betreiben?
Im Laufe der Geschichte hat Technologie eine entscheidende Rolle dabei gespielt, die Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung zu erfüllen. Zum Glück werden mehrere nachhaltige Lösungen entwickelt, und eine der ehrgeizigeren Technologien ist die vertikale Landwirtschaft: ein System, bei dem Pflanzen in hochmodernen Innenanlagen wachsen, mit vertikal übereinandergestapelten Obst- und Gemüsepflanzen, unter geschützten Umweltbedingungen, die ständig überwacht und geregelt werden [43,44,45].
Die vertikale Landwirtschaft braucht auch keine Erde. Die Pflanzen wachsen meist in nährstoffreichem Wasser. Das nennt man Hydroponik [46,47,48] - oder sie wachsen in der Luft, und das nennt man Aeroponik [49-53]. Diese Systeme könnten eine Schlüsselrolle dabei spielen, Landknappheit und Bodenschäden zu verringern.
Wie funktioniert das also?
Da es drinnen kein Sonnenlicht gibt, nutzt die vertikale Landwirtschaft LED-Lampen [54].
Außerdem nutzt sie ausgeklügelte, smarte Technologien wie Sensoren, KI und Automatisierung, um effizienter zu werden, indem alle Faktoren für das Pflanzenwachstum genau gesteuert werden, etwa Nährstoffe, Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit [54-59].
Es spielt also keine Rolle, wo auf der Welt du bist oder welche Jahreszeit gerade ist, inzwischen kannst du überall und jederzeit Pflanzen anbauen.
Vertikale Farmen werden bereits an Orten wie stillgelegten Gebäuden [60,61,62], Tiefgaragen [63,64,65] und sogar Schiffscontainern [66-70] eingerichtet. Dadurch konnten Menschen in Städten wie Tokio und Kairo Lebensmittel anbauen [69-77].
Heute legt die meiste Nahrung Tausende Kilometer zurück, um auf den Tellern der Menschen zu landen, doch lokaler Anbau könnte Hunderte Megatonnen CO2-Emissionen vermeiden [78-81].
Bei bestimmten Pflanzen könnte die vertikale Landwirtschaft 10- bis 100-mal mehr Ertrag bringen als traditionelle Landwirtschaft [82-85]: Bei traditioneller Landwirtschaft bringt ein Quadratmeter Land in vier Monaten etwa 9 Salatköpfe hervor; mit vertikaler Landwirtschaft könnten es über 600 sein! [85-88]
Und einer der besten Aspekte ist, dass diese saubere Umgebung auch das Risiko von Schädlingen und Krankheiten senkt, den Bedarf an schädlichen Pestiziden verringert, Erträge schützt und wertvolles Wasser spart [45,55,85,89,90]. Tatsächlich kannst du den Wasserverbrauch um bis zu 95 % senken, wenn es in einem geschlossenen Bewässerungskreislauf bleibt [85,90].
Doch die vertikale Landwirtschaft hat auch ihre Nachteile.
Zunächst braucht sie sehr viel Energie, deutlich mehr als traditionelle Landwirtschaft, vor allem wegen der künstlichen Beleuchtung [48,91,92]. Und wenn diese Energie aus fossilen Brennstoffen stammt, entstehen CO2-Emissionen [93,94,95].
Zweitens eignet sich die vertikale Landwirtschaft zwar gut für Pflanzen wie Blattgemüse, Kräuter und kleineres Gemüse, aber derzeit nicht für dicht wachsende Pflanzen, die viel Platz oder längere Wachstumszyklen brauchen [95-98].
Außerdem sind diese Farmen auf Menschen angewiesen, die über ganz neue Fähigkeiten verfügen. All diese Faktoren bedeuten, dass hohe Investitionen nötig sind [95,98,99,100].
Was also tun?
Nun, Expertinnen und Experten auf der ganzen Welt arbeiten daran, Wege zu finden, vertikale Farmen mit erneuerbarer Energie wie Solar- oder Windenergie zu betreiben [100-111] und Abwärme und CO2 zu recyceln [112-116].
Eine Lösung muss gefunden werden, denn bis 2050 werden etwa 70 % der Menschheit in Städten leben, die immer größer werden [117-120]. In diesem Szenario könnte die vertikale Landwirtschaft zu einem wertvollen Verbündeten werden.
Schließlich haben Tausende Jahre landwirtschaftlicher Innovation das Leben der Menschen schon zum Besseren verändert [121,122,123].
Und obwohl es derzeit noch Grenzen gibt, hat die vertikale Landwirtschaft das Potenzial, die Landwirtschaft erneut umzugestalten. Experimente der NASA haben sogar gezeigt, dass die vertikale Landwirtschaft Menschen eines Tages ermöglichen könnte, Nahrung auf Raumstationen oder sogar auf dem Mars anzubauen [124,125].
Doch währenddessen, zurück auf der Erde, könnte die vertikale Landwirtschaft zwei enorm wichtige Herausforderungen angehen: CO2 senken und genug Nahrung für alle anbauen!
Fachberater
3
Wir möchten uns bedanken bei
Prof. Emeritus Dickson Despommier
Columbia University
Abteilung für Umweltgesundheitswissenschaften
Prof. Leo Marcelis
Wageningen University & Research
Leiter des Fachgebiets Gartenbau und Produktphysiologie
Prof. Chungui Lu
Anglia Ruskin University
Fakultät für Agrar-, Tier- und Umweltwissenschaften
Weitere Videos
15 Links
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Überblick – Die Zukunft der vertikalen Landwirtschaft
Vertikale Landwirtschaft weltweit
Wie Singapur Technik nutzt, um ohne Ackerland Lebensmittel anzubauenCNBC
Sind vertikale Farmen die Zukunft der Landwirtschaft?Great Big Story
Könnte vertikale Landwirtschaft die Zukunft unserer Lebensmittel sein?SkyNews
Vertikale Farmen: Eine neue Form der LandwirtschaftCBS
Tokios vertikale Farmen - Die Zukunft der LandwirtschaftWIRED
James Dyson zeigt die Zukunft der LandwirtschaftDyson
Dyson hat vielleicht gerade die Lösung für vertikale Landwirtschaft gefundenThe UpShift
Warum diese vertikale Farm 500-mal effizienter ist als herkömmliche LandwirtschaftUndecided with Matt Ferrell
Lektionen, die wir lernen können
Vertikale Farmen scheitern - was wir aus ihren Fehlern lernen können | Nicholas VarasTEDx Talks
Das EPISCHE Scheitern vertikaler Farmen - Was ist passiert?Two Bit Da Vinci
Das Unternehmen, das ENDLICH eine Lösung für vertikale Landwirtschaft gefunden hatTwo Bit Da Vinci
Warum vertikale Farmen weltweit immer wieder scheiternArctic Farming
Weiterführende Quellen
24 Links
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Überblick - Vorteile und Nachteile
- Vertikale Landwirtschaft | Beschreibung, Geschichte, Aquaponik, Hydroponik, Pflanzen, Vor- und Nachteile - Britannica
- Vertikale Landwirtschaft: Alles, was du 2025 wissen musst - GreenVerti.com
- 11 Vorteile der vertikalen Landwirtschaft: Kompletter Überblick - Eden Green
- Das sind die 7 größten NACHTEILE der vertikalen Landwirtschaft - Arctic Farming
- Wie weit kann vertikale Landwirtschaft gehen? - BBC Future
- Vier Mythen über vertikale Landwirtschaft, die ein Experte widerlegt - The Conversation
- Sechs harte Wahrheiten über vertikale Landwirtschaft - GROW magazine
- Analyse: Fünf Gründe, warum vertikale Landwirtschaft trotz jüngster Firmenpleiten noch immer die Zukunft ist - UCL News - UCL – University College London
Die Auswirkungen der Landwirtschaft
- Wie viel der weltweiten Treibhausgasemissionen kommt von Lebensmitteln? - Our World in Data
- Ursachen der Abholzung - Our World in Data
- Klimawandel: Bodendegradation und Wüstenbildung - WHO
- Wie Landwirtschaft mit Entwaldung zusammenhängt | Earth Observatory - NASA
- Wasser - UN FAO
- Statistiken - UN World Water Development Report
Geschichte der Landwirtschaft
- Jäger und Sammler | Definition, Gesellschaften und Fakten - Britannica
- Die Entwicklung der Landwirtschaft - National Geographic
Städtische vertikale Landwirtschaft
- Vertikale Landwirtschaft und die Wiederbelebung verlassener Flächen in Städten - Green.org
- Leere Bürogebäude werden zu vertikalen Farmen umgebaut - Smithsonian
- Hatte der alte MacDonald einen Parkplatz? Urbane Farmen wachsen an ungewöhnlichen Orten | Städte - The Guardian
- Könnten Containerfarmen die Landwirtschaft revolutionieren? - Vertical Farming Today (archived)
Weitere Innovationen
Quellen
137 Links
Alle hier verlinkten Inhalte sind auf Englisch.
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- [2] WDI - Die Weltbevölkerung wird bis 2050 fast 10 Milliarden erreichen | The World Bank
- [3] Wie sich 10 Milliarden Menschen bis 2050 nachhaltig ernähren lassen, in 21 Grafiken | World Resources Institute
- [4] Die Wende | Global Commission on the Economics of Water
- [5] Quantifizierung des Drucks auf erneuerbares Grundwasser mit GRACE | Water Resources Research (In: Geht der Welt das Süßwasser aus? | BBC Future)
- [6] Climate Change 2022: Impacts Adaptation and Vulnerability - Chapter 4: Water | IPCC (In: Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels, erklärt | News | Wellcome)
- [7] NASA-Satelliten zeigen plötzlichen Rückgang der weltweiten Süßwasservorkommen | NASA Science
- [8] Jüngster weltweiter Rückgang der Wasserspeicher in endorheischen Becken | Nature Geoscience (In: Geht uns das Wasser aus? | Earth.Org)
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- [11] Der Verlust von Ackerland weltweit bedroht „alles, was wir essen, trinken und atmen“, sagt ein Redner, während sich der Zweite Ausschuss mit nachhaltiger Entwicklung befasst | Meetings Coverage and Press Releases | United Nations
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- [31] Bodendegradation: Ursachen, Folgen, Lösungen und Vorbeugung | EOS Data Analytics
- [32] Wie Landwirtschaft mit Entwaldung zusammenhängt | Earth Observatory | NASA
- [33] FAO-Umfrage zur Fernerkundung zeigt tropische Regenwälder unter Druck, da die Ausweitung der Landwirtschaft die weltweite Entwaldung vorantreibt | FAO (Pressemitteilung: COP26: Die Ausweitung der Landwirtschaft verursacht fast 90 Prozent der weltweiten Entwaldung)
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- [35] Wasser für die landwirtschaftliche Entwicklung: Chancen und Grenzen: International Journal of Water Resources Development
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- [50] Aeroponik zur Kultivierung von Organismen, Geweben und Zellen | Biotechnology Advances
- [51] Moderne Technologien für den Pflanzenanbau in der Landwirtschaft unter kontrollierten Bedingungen: ein Überblick über Aeroponik | Journal of Plant Interactions
- [52] Aeroponik- Ein Schritt zu nachhaltiger Landwirtschaft | International Journal of Advance Research, Ideas and Innovations in Technology
- [53] Aeroponik: Ein Überblick über moderne Agrartechnik | Indian Farmer
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- [86] Blattsalatproduktion in Kalifornien | University of California Vegetable Research & Information Centre (siehe Quellenhinweise*)
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- [91] Das Umweltpotenzial vertikaler Landwirtschaftssysteme durch Fortschritte in der Pflanzenphotobiologie ausschöpfen | Biology
- [92] Was du vielleicht nicht über vertikale Landwirtschaft weißt | Horticulturae
- [93] Vertikale Landwirtschaft - ist das die Zukunft der Landwirtschaft? | Climate Champions | UNFCCC (archiviert)
- [94] Die in der Salatproduktion steckenden CO2-Emissionen in vertikaler Landwirtschaft, Gewächshausgartenbau und Freilandanbau in den Niederlanden | Journal of Cleaner Production
- [95] Wie weit kann vertikale Landwirtschaft gehen? | BBC Future
- [96] Lichtblicke für Blattgemüse in vertikalen Indoor-Farmen | Trends in Food Science & Technology
- [97] Vertikale Landwirtschaft - vielversprechender Anbau für Gartenbaukulturen | International Journal of Current Microbiology and Applied Sciences
- [98] Vertikale Landwirtschaft: eine lokale Lösung für Blattgemüse, die die Welt aber so bald nicht ernährt | Sustainability in Numbers (zitiert [54])
- [99] Wie viel kostet vertikale Landwirtschaft? | CambridgeHOK
- [100] Argumente für vertikale Landwirtschaft liefern | Intelligent Growth Solutions
- [101] Vertikale Farmen mit integrierter Solarphotovoltaik | Journal of Solar Energy Engineering
- [102] Nutzung erneuerbarer Energien in der vertikalen Landwirtschaft | Blog | Hydropolis
- [103] Technisch-wirtschaftlich-ökologische Analyse von Solar/Hybrid/Speicher für ein System der vertikalen Landwirtschaft: Eine Fallstudie, Malaysia | Renewable Energy Focus
- [104] Emissionen in der vertikalen Landwirtschaft senken | Octopus Energy
- [105] Marktgröße und Wachstumsbericht zur vertikalen Landwirtschaft in Europa bis 2033 | Market Data Forecast
- [106] Singapur kann urbane Landwirtschaft mit erneuerbaren Energien und Innovation dekarbonisieren: Expert:innen (Video) | CNA
- [107] Neue vertikale Perspektive auf Landwirtschaft steigert die Effizienz | Vattenfall
- [108] China stellt „erste von Modularreaktoren betriebene“ vertikale Farm vor | VerticalFarm Daily
- [109] „Weltgrößte vertikale Farm“ installiert Solaranlage | Solar Power Portal
- [110] Solarbetriebene vertikale Landwirtschaft in Singapur | Planetary Care Grant Agency
- [111] Vertikale Farmen: Sind sie nachhaltig? | RSIS
- [112] Ressourcenteilung zwischen vertikalen Farmen und der gebauten Umwelt | TUDelft
- [113] Vertikale Landwirtschaft: Eine neue Zukunft für die Lebensmittelproduktion? | Farming Connect | Business Wales (archiviert)
- [114] Wie vertikale Landwirtschaft die Umweltbelastung senkt | Avisomo
- [115] Nutzung der Direct-Air-Capture-Technologie (DAC) für Indoor-Landwirtschaft | Agritecture
- [116] Die Auswirkungen vertikaler Landwirtschaft auf die CO2-Konzentration in Innenräumen und den Energieverbrauch für Frischluft in Bürogebäuden | Building and Environment
- [117] 68 % der Weltbevölkerung werden bis 2050 voraussichtlich in Städten leben | UN Department of Economic and Social Affairs
- [118] Überblick über Stadtentwicklung | World Bank Group
- [119] Die städtische Weltbevölkerung - Infografiken | Urbanet | GIZ
- [120] World Cities Report 2022 | UN Habitat
- [121] Die Ökonomie landwirtschaftlicher Innovationen | Handbook of Agricultural Economics (siehe Quellenhinweise*)
- [122] Geschichte der Landwirtschaft | Food System Primer | Center for a Livable Future | John Hopkins University (siehe Quellenhinweise*)
- [123] Eine Geschichte der Innovation und ihrer Nutzung in der Landwirtschaft | Innovation and development in agricultural and food systems | AGRIS | FAO (archiviert) (siehe Quellenhinweise*)
- [124] NASAs Beiträge zur vertikalen Landwirtschaft | NASA Exploration & Research Technology | NASA Technical Reports
- [125] NASAs Interesse an bioregenerativer Lebenserhaltung und der Weg zum Mars | NASA Exploration Research and Technology Directorate | NASA Technical Reports
Quellenhinweise
16
Anzahl der für die Landwirtschaft gefällten Bäume
[12] „Jedes Jahr werden fünfzehn Milliarden Bäume gefällt“ - (2015) Kartierung der Baumdichte auf
globaler Ebene | Nature (zitiert in Entwaldung und Waldverlust | OurWorldinData)
„Die FAO der UN schätzt, dass jedes Jahr 10 Millionen Hektar Wald abgeholzt werden“ - (2020) Globale Waldressourcenbewertung (zitiert in Entwaldung und Waldverlust | OurWorldinData):
- Die Raten des Netto-Waldverlusts werden oft mit etwa 5 Millionen Hektar pro Jahr angegeben: „Zwischen 2010 und 2020 betrug der weltweite Nettoverlust an Wäldern 4,7 Millionen Hektar pro Jahr. Die Entwaldungsraten waren allerdings viel höher.“
„Mindestens drei Viertel davon gehen auf die Landwirtschaft zurück - das Roden von Wäldern für den Anbau von Nutzpflanzen, die Tierhaltung und Produkte wie Papier“ - Ursachen der Entwaldung | OurWorldinData:
- In der Fachliteratur gibt es mehrere Schätzungen dazu, welcher Anteil der Entwaldung durch die Landwirtschaft verursacht wird. Unterschiede zwischen diesen Schätzungen lassen sich oft dadurch erklären, dass Entwaldung und Walddegradation unterschiedlich berücksichtigt werden. Die Landwirtschaft verursacht 70-80 % der tropischen Entwaldung - die dauerhafte Umwandlung von Waldflächen in eine andere Landnutzung. Dieser Anteil ist etwas niedriger, wenn Degradation einbezogen wird, d. h. der vorübergehende Verlust von Wald oder der dauerhafte Verlust der Waldqualität. Noriko Hosonuma et al. (2012) schätzen, dass 73 % der tropischen Entwaldung durch die Landwirtschaft verursacht werden.
Prozentsatz der weltweiten Treibhausgasemissionen durch Landwirtschaft
(Hier meint Landwirtschaft die landgestützte Nahrungsmittelproduktion, also ohne Fischerei, Aquakultur und Produkte, die nicht der Ernährung dienen.)
gibt an, dass Lebensmittelproduktion und -konsum 26 % der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmachen, genauer aufgeschlüsselt: 24 % Landnutzung (8 % für Lebensmittel für Menschen, 16 % für die Tierhaltung); 27 % Pflanzenproduktion; 30 % Tierhaltung und Fischzucht (+1 % Wildfischerei); 18 % Lieferkette. Ohne Emissionen aus der Lieferkette nach der Landwirtschaft und aus der Fischerei entspricht das rund 20 % der weltweiten Treibhausgasemissionen.
Aus der ursprünglichen Zusammenfassung: „2015 beliefen sich die Emissionen des Ernährungssystems weltweit auf 18 Gt CO2-Äquivalente pro Jahr, das waren 34 % aller THG-Emissionen. Den größten Anteil hatten Landwirtschaft sowie Landnutzung/Landnutzungsänderungen (71 %), der Rest kam aus Aktivitäten in der Lieferkette: Einzelhandel, Transport, Konsum, Treibstoffproduktion, Abfallmanagement, Industrieprozesse und Verpackungen“.
OurWorldinData erklärt die Unterschiede zwischen den Schätzungen aus [16] & [17]: [17] rechnet die gesamte globale Entwaldung (und das zugerechnete CO2) der Landwirtschaft zu, räumt aber ein, dass nur 80 % der Entwaldung tatsächlich durch Landwirtschaft verursacht werden (der Rest durch Stadtausbreitung). Dadurch sinkt ihre Schätzung vor der Lieferkette näher an 23,5 % der THG-Emissionen, wenn Stadtausbreitung ausgeschlossen, aber Emissionen aus der Fischerei und einige nicht lebensmittelbezogene Produkte einbezogen werden [16] liefert eine separate Schätzung für landwirtschaftliche Nichtlebensmittelprodukte, die zusammen ihre Gesamtschätzung von 26 auf 33 % erhöhen würde.
2017 machte die Landwirtschaft 20 % der weltweiten CO2eq-Emissionen aus allen menschlichen Aktivitäten aus, das entsprach 11,1 Gt CO2eq yr-1. Darin enthalten waren 6,1 Gt CO2eq yr-1 (11 %) aus dem Anbau von Nutzpflanzen und der Tierhaltung sowie 5,0 Gt CO2eq yr-1 (9 %) aus der landwirtschaftlichen Flächennutzung, vor allem durch Entwaldung und die Schädigung von Mooren.
Agrar- und Ernährungssysteme verursachten 29,7 % der 53,5 Gt CO2eq, die 2022 freigesetzt wurden. Landwirtschaft und damit verbundene Landnutzungsänderungen machten jeweils 48 % und 19 % dieses Anteils aus, insgesamt 19,9 % der weltweiten Treibhausgasemissionen.
Gesamte globale Ackerfläche (als Prozentsatz der gesamten Landfläche der Erde)
2 % der gesamten Landfläche der Erde - genauer gesagt Ackerland, gemessen an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche (37 %) (2021).
weist 14 % der gesamten eisfreien Landfläche der Erde aus (2014), während [27] 12 % der gesamten eisfreien Landfläche der Erde ausweist (2008) - möglicherweise nicht mehr aktuell.
nennt für 2007 12 % aller Landflächen ohne Grönland und die Antarktis
Unternehmen der vertikalen Landwirtschaft - derzeit in Betrieb (2025) versus jüngste Insolvenzen
Es ist zu berücksichtigen, dass in den letzten Jahren mehrere vertikale Farmunternehmen und Unternehmensvorhaben gescheitert sind; wie sich die hier genannten in den kommenden Jahren entwickeln werden, ist ungewiss. In Kommentaren wurden die vorherrschenden Gründe für diese Fehlschläge benannt: Versuche, zu schnell zu expandieren oder fortschrittliche, kostspielige Technologien einzusetzen und vorzuführen, bevor ein stabiler Betrieb und wirtschaftliche Tragfähigkeit gesichert waren, wobei Innovation Vorrang vor grundlegenden landwirtschaftlichen und finanziellen Voraussetzungen erhielt.
Typische Probleme waren hoher Energiebedarf, eine geringe Auswahl an Pflanzen, zu hoch geschätzte Erträge und unausgereifte Geschäftsstrategien. Viele dieser Farmen setzten auf technische Raffinesse auf Kosten von Einfachheit, Effizienz und der Ausrichtung auf den Markt.
Es wird jedoch betont, dass diese Fehlschläge nicht als Beweis gegen die Machbarkeit der vertikalen Landwirtschaft insgesamt verstanden werden sollten. Vielmehr sind sie Rückschläge in der frühen Phase eines neuen Bereichs. Vertikale Landwirtschaft bleibt ein vielversprechendes Mittel, um Klimaresilienz und Ernährungssicherheit zu stärken, besonders in Städten und Regionen mit wenig Land oder Wasser. Die Lehren aus frühen Fehlern bieten die Chance zu lernen und wertvolle Erkenntnisse, um künftig pragmatischere und nachhaltigere Ansätze zu entwickeln.
Beispiele für Kommentare finden sich unter Weitere Videos im Abschnitt „Lektionen, die wir lernen können“.
Emissionsreduktion durch vermiedene Lebensmitteltransporte
Aktuelle globale Studien schätzen, dass Lebensmitteltransporte etwa 19 % der gesamten Emissionen des Ernährungssystems ausmachen, also jährlich rund 3 Gt CO₂eq [79]. Die Transportemissionen sind besonders hoch bei verderblichen, oft importierten Waren wie Obst und Gemüse, bei denen die Frachtemissionen sogar die Emissionen aus der Produktion übersteigen können.
Während frühere Studien mit Fokus auf die USA [81] ergaben, dass der Transport nur 11 % der ernährungsbedingten Emissionen verursacht (wobei der Großteil aus der Produktion stammt), zeigen neuere globale Bewertungen, dass der internationale Handel eine größere Rolle spielt als bisher angenommen, besonders in wohlhabenden Ländern mit vielen Importen.
Ein vollständiger Wechsel zu rein lokalen Ernährungssystemen ist jedoch nicht überall machbar: Nur 11-28 % der Weltbevölkerung können ihren Bedarf an bestimmten Nutzpflanzen aus einem Umkreis von 100 km decken, während mehr als ein Viertel auf Lebensmittel angewiesen ist, die über 1.000 km transportiert werden müssen [80]. Trotzdem entspricht das einer großen Menge vermeidbarer Emissionen. Während der globale Handel für die Ernährungssicherheit wichtig bleibt, besonders in weniger selbstversorgenden Regionen, könnte ein größerer Anteil lokal produzierter Lebensmittel - näher am Ort des Verzehrs angebaut, besonders in reichen Ländern - Hunderte Megatonnen CO₂ vermeiden und Ernährungssysteme widerstandsfähiger machen.
Vergleich zwischen traditioneller und vertikaler Landwirtschaft beim Salatanbau
Die geschätzte Pflanzdichte und Erntehäufigkeit von Salat im klassischen Freilandanbau basieren auf agronomischen Leitlinien (durchschnittliche Empfehlungen zu Pflanzabständen) für gängige Salatarten (Blatt-, Kopfsalat und Römersalat):
Der Reihenabstand liegt pro Beet meist bei 40-80 Zoll, mit 2-6 Saatreihen, was durchschnittliche Reihenabstände von etwa 37-50 cm ergibt.
Der Abstand innerhalb der Reihe hängt von der Sorte ab und reicht von 23-30 cm für ausgewachsene Köpfe bis 13-15 cm für Römersalatherzen. Daraus ergeben sich Dichten von etwa 6,9-9,7 Pflanzen/m² für übliche Salatarten und 14-19,6 Pflanzen/m² für Römersalatherzen.
Salat wird je nach Klima und Sorte meist alle 3,5-4 Monate einmal geerntet und lässt sich nicht stapeln oder häufig neu pflanzen. Die Ernten sind jedoch übers Jahr nicht gleichmäßig - bei warmen Bedingungen dauert das Wachstum manchmal nur ~2-2,5 Monate (65-80 Tage bei Pflanzung im Sommer, bis zu 130 Tage bei Pflanzung im Winter/frühen Frühjahr).
Wir haben ~9 Pflanzen pro Quadratmeter alle 4 Monate als vorsichtigen Richtwert aus dem mittleren Bereich für traditionelle Anbausysteme gewählt. Vertikale Farmen können dagegen durch Stapelung in die Höhe (z. B. 10 oder mehr Ebenen) und schnellere Anbauzyklen (z. B. Zyklen von 18-30 Tagen) deutlich höhere Erträge erreichen, sodass über einen vergleichbaren Zeitraum von 4 Monaten 600+ Pflanzen/m² möglich sind.
Diese Ertragsgrößenordnung wird generell durch andere Zahlen in der wissenschaftlichen Literatur gestützt [82-85] (weitere Angaben aus der Branche finden sich möglicherweise online). Jin et al. (2022)A berichteten, dass jede Ebene mit vertikal angebautem Salat unter optimalen Lichtbedingungen jährliche Erträge von 700 kg pro m2 liefern könnte (mehrere hundert Köpfe pro m2 über einige Monate, abhängig von Anbauzyklus und Kopfgröße). Ein neuer Ansatz von Ptak, Wasieńko & Makula (2024)B erreichte dagegen in einem rotierenden vertikalen Farmsystem einen angegebenen Ertrag von 597 Köpfen pro m3. Neben der effizienten Raumnutzung zeigen diese Beispiele, wie vertikale Farmen ihre Erträge durch eine bessere Lichtnutzung weiter steigern können. Dauerlicht sorgte nachweislich für eine fast konstante Photosynthese, steht aber einem höheren Energiebedarf und dem Risiko von Photoinhibition, Hitzestress und Störungen der zirkadianen Prozesse in Pflanzen gegenüberA. Mehrkammer-Licht/Dunkel-Regime ermöglichen dagegen jeder Anbauschicht genügend tägliches Licht, schonen zugleich Ressourcen und senken die Betriebskosten sowie die Belastung für Pflanzen und Geräte. Solche Ansätze könnten den Energiebedarf senken und gleichzeitig die Ertragsvorteile vertikaler Farmen erhalten.
Landwirtschaftliche Vorteile für die Menschheit
Auch wenn „die landwirtschaftliche Entwicklung das Leben der Menschen verbessert hat“ - indem sie Bevölkerungswachstum, Nahrungsüberschüsse und technischen Fortschritt ermöglichte - sollte man die weiterreichenden gesundheitlichen und sozialen Folgen der darauf folgenden sesshaften Zivilisation anerkennen. Dazu gehören eine geringere Ernährungsvielfalt im Vergleich zur Ernährung von Jägern und Sammlern, eine stärkere Übertragung von Infektionskrankheiten durch höhere Bevölkerungsdichte und die Nähe zu domestizierten Tieren, soziale Schichtung und ein höheres Risiko organisierter Konflikte. Diese Folgen liegen nicht in der Landwirtschaft selbst begründet, sondern in den gesellschaftlichen Strukturen, die mit dauerhaften Siedlungen entstanden.















